Wahlaufruf: Kritische Handwerker sollten nicht die CDU wählen!

Unglaublich, aber wahr. Wir müssen damit rechnen, dass die CDU/CSU die große Handwerks-Reform der rot-grünen Bundesregierung wieder zurückzudrehen versucht. Dabei ging die teilweise Abschaffung des Meisterzwangs nicht weit genug! Mit Ihrem Stimmzettel bestimmen Sie also als kritischer Handwerker mit, wie es weitergehen wird. Wir rufen Sie als Interessenverband ausdrücklich auf, zur Wahl zu gehen.

Nach Umfragen werden etablierte Handwerker zu über 70% schwarz-gelb wählen. Noch nie haben wir als parteipolitisch neutraler kritischer Handwerksverband konkrete parteipolitische Empfehlungen gegeben. Das tun wir auch jetzt nicht. Wenn Sie aber als IFHandwerk-Mitglied unsere Berichterstattung über die letzten wegweisenden Gesetzesreformen der letzen Jahre verfolgt haben, dann wird Ihnen diese Wahl nicht egal sein. Wir empfehlen: Gehen Sie wählen! Welche Parteien für kritische Handwerkerinnen und Handwerker noch zur Wahl stehen, überlassen wir selbstverständlich weiter Ihrem Urteil. Aber eines steht fest: Wählen Sie nicht die CDU oder die CSU! Hier müssen wir befürchten, dass diese die ganzen Erfolge unserer Interessenvertretungspolitik zu Nichte machen werden.

Der Hintergrund: CDU-Arbeitsminister fordert wieder mehr Meisterzwang

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Handwerkspolitik einer unionsgeführten Bundesregierung gab uns kürzlich Arbeitsminister Laumann aus Nordrhein-Westfalen. In einem Interview mit dem Deutschlandradio erklärte der CDU-Politiker auf die Frage des Moderators, ob die CDU im Fall ihres Wahlsieges den Meisterzwang wieder einführen würde:
„Ich persönlich bin ganz eindeutig dafür, dass wir … den Meisterzwang wieder einführen.“ Der CDU-Minister begründete seine Einschätzung mit rückläufigen Ausbildungszahlen und mit dem Fernhalten osteuropäischer Handwerker vom deutschen Markt, wörtlich: „um Vorteile zu haben in der Frage der Dienstleistungsfreiheit.“ So wird der Meisterzwang ganz offen zur Behinderung des EU-Binnenmarktes eingesetzt.

Mehr dazu im aktuellen HANDWERKSBERATER mit ausführlichen Wahlinformationen.

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