Handwerkskammer-Offensive – IFHandwerk e.V. lädt in Berlin zum Handwerker-Brunch

Es könnte ein schleichender Prozess sein: Während sich viele noch die Wunden lecken von dem Lockdown – es hat im Handwerk nicht alle getroffen, eher weniger als in anderen Branchen – bekommen Handwerker schon wieder Post. „Wir haben Sie in die Handwerksrolle eingetragen“, „wir beabsichtigen, Sie einzutragen…“ So oder ähnlich lautet der Tenor der Briefe. Ein Trick? Das Strickmuster funktioniert so: „Wir tragen Sie in die Handwerksrolle ein, Sie müssen Zwangsmitglied werden. Sie können sich ja wehren. Beweisen Sie, dass Sie nicht eintragungspflichtig sind.“

„SELBSTÄNDIG OHNE MEISTERBRIEF“
Der IFHandwerk e.V. lädt am 16.9. um 9 Uhr in Berlin zum Info-Brunch
Michael Wörle (Geschäftsführer IF Handwerk e.V.) spricht und diskutiert mit den Gästen über Sonderfälle des Handwerksrechts und über seine Erfahrungen mit der Regulierungspraxis der Handwerkskammern.
Handwerkskammern werden zunehmend offensiver. Sie drängen freie Handwerker in die Zwangsmitgliedschaft. Und diese neuerliche Praxis betrifft zahlreiche Gewerke, nicht nur zulassungspflichtige Handwerksberufe, sondern beispielsweise auch Fotografen. Was kommt auf freie Handwerker in den nächsten Jahren zu? Michael Wörle, seit über dreißig Jahren mit dem Thema Handwerksrecht befasst, gibt einen Ausblick auf die Zukunft und erläutert Fälle aus der Praxis.
Die deutschen Handwerkskammern haben 2003 eine große Niederlage erlitten, als 53 Gewerke aus dem Meisterzwang entlassen wurden. Das holen die Kammern sich nun zurück. Die Novellierung der Handwerksordnung im Februar 2020 – die sogenannte „Rückvermeisterung“ – war erst der Anfang. Geplant ist die Ausweitung der Meisterpflicht auf weitere Tätigkeitssparten.

Ort
geyersbach@REH, RaumErweiterungsHalle
Kopenhagener Straße 17, 10437 Berlin
mail@geyersbach.com, 0176-64167571

https://www.facebook.com/events/361847898308354/

 

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